Premiere: 15.07.2010 - 20.00 Uhr
Jagd auf Junker Jörg ... ein Krisen-Krimi

Wittenberg 1521: Der vogelfreie Martin Luther hat die Stadt verlassen, Gerüchte vermelden seine Gefangennahme oder gar seinen Tod. In der Stadt formiert sich eine Bewegung, die den neuen Glauben mit immer radikaleren Maßnahmen durchsetzen will. Der Universitätslehrer Philipp Melanchthon versucht unterdessen, sich in den Alltag seiner jungen Ehe einzuleben... An einem Sommerabend aber klopfen nacheinander zwei Mönche an seine Tür, die ein Nachtlager in der feindlich gesinnten Stadt suchen und die beide behaupten, dass sie Nachricht von Luther bringen. Doch wer von beiden sagt die Wahrheit? Und wer ist jener geheimnisvolle Junker, der sich zu mitternächtlicher Stunde in die Gesellschaft mischt? Es ist eine Nacht voller Misstrauen und Überraschungen, an deren Ende neue Gewissheiten stehen.

Mit der „Jagd auf Junker Jörg“ wird die Bühne Wittenberg ein neues Genre erproben: Fünf Schauspieler versuchen, ein viel zu groß besetztes Drama zu spielen – und geraten dabei selbst immer wieder in Bedrängnis. Die Verwirrung ist dabei programmiert, neben der eigentlichen Geschichte wird zugleich die Überforderung des Theaters dargestellt. Es ist also auch ein Stück über die Krise und über deren lustvolle Bewältigung durch die Kunst.

Fünf Darsteller spielen 11 historische Rollen und sich selbst, was zu allerlei Verwirrung führt, um dem Zuschauer einen Teil der Geschichte unterhaltsam nahe zu bringen. Erleben Sie einen Darsteller, der gleichzeitig und im selben Augenblick zwei Personen spielt; eine Schauspielerin mit Rollenamnesie; einen Regisseur, der selbst auf die Bühne muss; einen Produktionsleiter, der zu Philipp Melanchthon wird und eine junge Frau, die neben der Maskenbildnerei auf der Suche nach einem Mannsbild ist, welches ihren tristen Alltag als Magd beendet.

Erleben Sie ein frisches Ensemble in der Inszenierung von David Ortmann und in der Ausstattung von Suse Tobisch, das ein temporeiches, witziges sowie satirisches, historisches wie aktuelles Spiel, dessen Buch aus der Feder von Frank Wallis stammt, auf die Bühne bringt.

Gezeigt wird die Kriminal-Komödie im Garten des Melanchthonhauses anlässlich des Jubiläums zum 450. Todestag von Philipp Melanchthon – dem Reformator und Lehrer Deutschlands.

Ticketpreise (im Preis enthalten ist der Besuch des Melanchthonhauses):
Normal: 23,00 €
Ermäßigt: 18,00 €

Kartenvorverkauf bis zum 13. Juni 2010:
Normal: 21,00 €
Ermäßigt: 16,00 €

Optional dazu buchbar – Arrangements der Partnerhotels

Kreativteam

Frank Wallis Buch
David Ortmann
David Ortmann

Jahrgang 1986, war bis 2006 Schüler des Sprachenzweiges an der Landesschule Pforta. Dort entstanden auch seine ersten Inszenierungen, u. a. »… und tot bist du«, wofür er den Publikumspreis des Landes Sachsen-Anhalt erhielt. Er arbeitete bis Ende 2008 am Nordharzer Städtebundtheater Halberstadt/Quedlinburg in der Dramaturgie und als Regieassistent und inszenierte dort im Rahmen der Domfestspiele Elfriede Jelineks »Totenauberg«. Seit August 2009 ist David Ortmann am Anhaltischen Theater Dessau engagiert, um dort als Regieassistent und Regisseur zu arbeiten. Hier debütierte er mit Felicia Zellers »Kaspar Häuser Meer«. In der Spielzeit 2010/11 wird er Florian Henckel von Donnersmarcks »Das Leben der Anderen« auf die Bühne bringen. Weitere Engagements umfassen das IMPULS-Festival für Neue Musik und die Bühnen Halle.

Inszenierung
Suse Tobisch
Suse Tobisch

Suse Tobisch studierte in ihrer Geburtsstadt Dresden Bühnen- und Kostümbild an der Hochschule für Bildende Künste. Während ihres Studiums arbeitete sie schon als Assistentin am Staatsschauspiel Dresden. Nach ihrem Diplomabschluss führte sie ihr Weg unter anderem nach Saarbrücken, Tübingen, Göttingen, Magdeburg, Senftenberg, Gießen, und Görlitz. Die in Dresden lebende Künstlerin arbeitete auch an internationalen Bühnen in Spanien am Staatstheater Valencia und den USA am Clarance Brown Theatre in Knoxville. In der Spielzeit 2009/2010 zeichnete sie sich mit der Ausstattung in „Nathan der Weise“ und dem Kostümbild in „Die Stumme von Portici“ am Anhaltischen Theater Dessau in den Inszenierungen des Generalintendanten André Bücker aus.

Ausstattung und Kostüme
Haye Graf
Haye Graf

studierte zunächst Musik und Anglistik, bevor es ihn für eine Schauspielausbildung nach Hamburg zog. Seither stand er auf vielen deutschen Bühnen, so z. B. in Hannover, Göttingen, Halberstadt und Hamburg. Sein Rollenrepertoire reicht von der Klassik über die Moderne bis zum Musicalfach. Er spielte u. a. Macbeth in „Macbeth“, Lanrue in „Rio Reiser“, Jacques in „Wie es euch gefällt“ und war auch schon in der Rocky Horror Picture Show zu sehen. Wenn er gerade nicht auf der Bühne steht, entwickelt er musikalisch-literarische Programme, übernimmt die musikalische Leitung diverser Produktionen oder ist in „Criminal-Dinners“ verwickelt.

Musikalische Einstudierung
Wencke Bachmann Lichtdesign
 

Besetzung

Haye Graf
Haye Graf

studierte zunächst Musik und Anglistik, bevor es ihn für eine Schauspielausbildung nach Hamburg zog. Seither stand er auf vielen deutschen Bühnen, so z. B. in Hannover, Göttingen, Halberstadt und Hamburg. Sein Rollenrepertoire reicht von der Klassik über die Moderne bis zum Musicalfach. Er spielte u. a. Macbeth in „Macbeth“, Lanrue in „Rio Reiser“, Jacques in „Wie es euch gefällt“ und war auch schon in der Rocky Horror Picture Show zu sehen. Wenn er gerade nicht auf der Bühne steht, entwickelt er musikalisch-literarische Programme, übernimmt die musikalische Leitung diverser Produktionen oder ist in „Criminal-Dinners“ verwickelt.

Regisseur und auch Martin Luther und Kurfürst Friedrich der Weise
Frank Roder
Frank Roder

studierte zunächst Rechts-, Theater- und Kulturwissenschaften an der Humboldt Universität Berlin. Er spielte am Berliner Ensemble, an der Volksbühne und an vielen anderen deutschen Bühnen wie Dresden, Dortmund und Koblenz. Seit 2001 ist er treuer Gast in verschiedenen Wittenberger Inszenierungen, so war er u. a. als Paracelsus, Heinrich Kramer in „Der Hexenhammer“ und Herr Kuhn in „Stöpsel, deine Heimat ist die Spüle“ zu erleben. Er gehört auch zum festen Schauspielensemble in Eisenach, das jährlich „Luther, das Schauspiel“ zur Aufführung bringt. Als Inquisitor in „Der Name der Rose“ am Nordharzer Städtebundtheater beeindruckte er wiederholt mit seiner charismatischen sonoren Stimme.

Produktionsleiter und auch Philipp Melanchthon und Lucas Cranach
Silke Wallstein
Silke Wallstein

studierte Schauspiel an der HfS „Ernst Busch“ Rostock und ist als Schauspielerin, Regisseurin und Theaterpädagogin an verschiedenen Theatern und bei TV-, Film- und Hörfunkproduktionen tätig. Sie sang die Audrey in „Little Shop of Horror“ und Frau Rottenmeier in „Heidi“ und spielte die Amme in „Romeo und Julia“. Tourneen mit eigenen Liedprogrammen führten sie durch Deutschland und die USA. Sie sang in Saginaw/USA die Anna I in „Die Sieben Todsünden“ und die Bessie in „Mahagonny Songspiel“. Für Furore sorgten ihre Inszenierungen von „Der Jasager“/„Der Neinsager“ für das Kurt-Weill-Fest 2006 und „Die Kinder des Mister Handel“ für die Händelfestspiele Halle 2010.

Schauspielerin als Kostümbildnerin, Souffleuse und auch Frau Melanchthon und deren Mutter
Tina Rottensteiner
Tina Rottensteiner

erhielt ihre Ausbildung an der Freiburger Schauspielschule. Vom Lernen nicht genug, bildete sie sich im Anschluss im Method Acting nach Lee Strasberg weiter und vertiefte ihre Kenntnisse im Filmschauspiel. Die 28jährige ist vielseitig, von klassischen Rollen bis hin zu karikierenden Kabarettfiguren erstreckt sich ihre Bandbreite als Darstellerin. So stand sie bereits als Katharina in „Der Widerspenstigen Zähmung“ und Schaal in „Die lustigen Weiber von Windsor“ auf der Bühne. Ihre kabarettistische Ader konnte sie u. a. in „Artgerechte Haltung“ in Gera beweisen. Nicht nur die Bühne ist ihre große Leidenschaft, ebenso zeigt Rottensteiner vor der Kamera Präsenz – so z. B. im Kurzfilm „Der Tag am Meer“. Ab Januar 2011 gehört sie zum festen Ensemble der Leipziger „Pfeffermühle“.

Schauspielerin als Maskenbildnerin und auch Magd und Landsknecht
Dirk Böhme
Dirk Böhme

Den gelernten Instandhaltungsmechaniker Dirk Böhme trieb es schon immer auf die Bühne. So schloss er seine Schauspielausbildung 2001 an der „Theater Werkstatt Charlottenburg“ in Berlin ab. Seitdem ist er in zahlreichen Rollen auf den Bühnen Deutschlands zu erleben. Er spielte den Romeo und verkörperte u. a. den Theo in dem in Berlin mit dem „IKARUS-Preis" ausgezeichneten Werk „Genau wie immer: alles anders“. Unter der Regie von Doris Dörrie spielte er einen eifersüchtigen Ehemann in der Staatsoper Unter den Linden. In "GARUMA - Ein Leben im Sturm" gab er den cholerischen Trainer in der Inszenierung von Adriana Altaras zur Fußball-WM 2006 in der Arena Berlin. Doch nicht nur auf den Bühnen dieses Landes ist er zu sehen, auch vor der Kamera ist er zuhause.

Schauspieler als Beleuchter und auch zwei Mönche und ein dritter Mönch
 

Projekt- und Produktionsteam

Silvio Wiesner
Silvio Wiesner

Silvio WiesnerSilvio Wiesner wurde 1975 in der Lutherstadt geboren und wirkte bereits seit 1989 in verschiedenen Theaterprojekten mit. Seit 1991 erhielt er Gesangsunterricht an der Kreismusikschule in Wittenberg, bevor er hier 1999 mit der Musicalcollage ›friday night‹ sein Regiedebüt feierte. Hierauf folgten diverse Regiearbeiten – Musicals, Revuen und Schülerkonzerte. In Berlin und Potsdam erhielt er Schauspiel- und Sprecherziehungs-unterricht. Er war erfolgreich als Darsteller und Sänger tätig. Nach seiner Ausbildung zum Pädagogen unterrichtet er seit 2002 an der Kreismusikschule. Im Jahr 2003 ist Silvio Wiesner mit der Ausstattung und der Technischen Leitung der Produktionen der Bühne Wittenberg betraut worden. Mit der Spielzeit 2006 übernahm er die Projekt- und Produktionsleitung der Bühne Wittenberg und seit September 2009 studiert er an der VWA Berlin Betriebswirtschaft.

 

Projekt- u. Produktionsleitung
Dirk Wald Assistenz Projektleitung
Oliver Kügler Assistenz Produktionsleitung
Melanie Kerz Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ines Richter, Ivonne Ulrich Produktionsbüro/Kasse
Annett Claudia Pester Grafikdesign
Oliver Kügler /
Silvio Wiesner
Silvio Wiesner

Silvio WiesnerSilvio Wiesner wurde 1975 in der Lutherstadt geboren und wirkte bereits seit 1989 in verschiedenen Theaterprojekten mit. Seit 1991 erhielt er Gesangsunterricht an der Kreismusikschule in Wittenberg, bevor er hier 1999 mit der Musicalcollage ›friday night‹ sein Regiedebüt feierte. Hierauf folgten diverse Regiearbeiten – Musicals, Revuen und Schülerkonzerte. In Berlin und Potsdam erhielt er Schauspiel- und Sprecherziehungs-unterricht. Er war erfolgreich als Darsteller und Sänger tätig. Nach seiner Ausbildung zum Pädagogen unterrichtet er seit 2002 an der Kreismusikschule. Im Jahr 2003 ist Silvio Wiesner mit der Ausstattung und der Technischen Leitung der Produktionen der Bühne Wittenberg betraut worden. Mit der Spielzeit 2006 übernahm er die Projekt- und Produktionsleitung der Bühne Wittenberg und seit September 2009 studiert er an der VWA Berlin Betriebswirtschaft.

 

Inspizienz
Manou Jacob Maske
tel.tronic, Halle[Saale] [Wencke Bachmann, Stefan Richter] Beleuchtung und Ton
bärtle GmbH, Ochsenhausen Bühnen- und Tribünenbau
Marvin Brabender, Stefan Richter, Jens Thiede Techniker/Abenddienst
Anja Tomaschewski – Malerei, Frank Hünsch Bautischlerei und Innenausbau, WET Wittenberger Edelstahl-Technik, Marvin Brabender, Oliver Kügler, Stefan Richter Herstellung Dekorationen
K. Drosselbart – Henry Keppler Herstellung Kostüme
Anhaltisches Theater Dessau, Bühne Wittenberg Herstellung Requisiten
 

Bilder