Premiere: 19.07.1996 - 20:30 Uhr
Luther rufen '96

Die erste Produktion im Wittenberger KulturSommer als Beginn einer Tradition, die sich bis heute bewährt hat.

Der Ruf nach Luther, der seinerzeit den Menschen den Glauben näher brachte - auch in unserer Zeit auf der Suche nach Antworten - könnte sein klares Wort uns so manche Antwort geben.

Die Figur des deutschen Reformators wurde durch Harald Müller im Spannungsfeld zwischen Wirklichkeit und Mythos, zwischen Realität und Legende angesiedelt.

Ein Schauspiel unter freiem Himmel, das Räume öffnen soll, Gelegenheiten schaffen für verschiedenste Begegnungen, Distanzen auf Nähe reduzieren - Nähe, die nicht kalt lässt, sondern anrührt.

Mit neuen Spielformen sollen Geschichte und Geschichten befragt werden.

In "Luther rufen '96" folgen wir einer Reise durch Martin Luthers Leben - sein Gelübde im Kloster, Dispute mit Melanchthon, Kardinal Cajetan und auch dem Teufel, der stets über allem lauert, aber auch Gespräche mit seinem Vertrauten, dem Ordensvorgesetzten Johann von Staupitz oder seiner Hochzeit mit Katharina von Bora. Im Wechselspiel werfen wir einen Blick nach Rom, wo Papst Leo und seine Berater verzweifelt nach einer Lösung suchen, Luther zum Widerruf zu bewegen.

Philipp Melanchthon: Martin, Martin, Martin! Cajetans Dekret über den Ablass.

Martin Luther: Schon wieder ein Dekret. Mich interessiert jetzt Größeres! Ich will Gott! Verstehst du? Ich will Gott!

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